USA

Posted on 09.12.13


Lange ist es her, 2010 war ich das letzte Mal in den USA, damals im Yosemite. Auch dieses Jahr stand das Rissklettern wieder ganz vorne auf unserer „ToDo-Liste“ oder eher „To-Learn-Liste“. Aber unser erstes Ziel war dieses Jahr „Red River Gorge“ in Kentucky. Jacopo war schon letztes Jahr dort und schwärmte von den coolen Sportklettergebieten.

Frisch angekommen in Beattyville kämpften wir noch ein, -zwei Tage mit dem Jetlag. Unser Lager schlugen wir bei Lago Linda auf, das war der beste Ausgangspunkt. Gerade für Sektoren wie Motherload, Chocolate Factory oder Bob Marley war die Anfahrt sehr kurz.  In der ersten Woche hatten wir super Wetter und konnten uns in den verschiedenen Gebieten austoben. Wir kletterten viele Routen und genossen die abwechslungsreiche Kletterei an dem einzigartigen Sandstein. Jacopo kletterte, einige Routen, die er vom Vorjahr noch übrig hatte. Da war die Auswahl leider nicht mehr ganz so groß. Ich konnte Transworld Depravity (8b+) oder auch Swingline (8b)klettern, um die zwei schwierigsten unter vielen anderen schönen Routen zu nennen. Leider hatten wir auch eine Woche schlechtes Wetter und das Wasser tropfte gerade zu vom Fels. Dann hieß es „Abwarten“, Tee trinken oder zum Beispiel ein Pferderennen in Lexington zu besuchen. Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei und wir konnten gerade einmal die Hälfte der Zeit richtig nutzen. Aber halb so schlimm, das zweite Ziel dieses Trips war Neuland für uns beide und wir waren übermotiviert für einen Landschaftswechsel und auch klettertechnisch war Indian Creek ganz etwas anderes.

Dort galt es Hände und Füße in die Risse zu stopfen und zu hoffen, dass alles klemmt. Die Fortbewegung gestaltete sich am Anfang als sehr schwierig, um nicht zu sagen je nach Rissgröße, manchmal auch als unmöglich. Aber gerade deswegen hatten wir den größten Spass dabei. Wir konnten uns von Tag zu Tag etwas steigern und unsere Hände schauten von Tag zu Tag geschwollener und mitgenommener aus. Zum Glück gibt’s Tape und Handschuhe!!
Wir machten meist drei Klettertage und campten in der Wildnis mit Zelt und Lagerfeuer bei ziemlich kalten Temperaturen. Tagsüber war es aber fast immer fein warm, perfekt zum klettern. Am vierten Tag genossen wir dann immer etwas Luxus im Motel und besuchten Moab oder die nahe gelegenen Nationalparks, wie zum Beispiel „Arches National Park“. Unser Plan war es eigentlich in den verschiedenen Sektoren, die schönsten Risse zu klettern. Uns an die spezielle Kletterei, an die verschiedenen Rissgrößen zu gewöhnen und ganz wichtig: „so wenig wie möglich zu piazen“. Damit wir am Ende auch einige  längere Routen an den Türmen klettern können. Es gab einiges an Schnee und uns blieb leider nicht genügend Zeit dazu. Somit ging unser Urlaub schnell dem Ende zu. Es gibt auf jeden Fall genügend Gründe um wieder nach Indian Creek zurück zu kommen.

Highlights Indian Creek:

Burl dog 5.12d
Annunaki 5.12a
Way Rambo 5.12a
King cat 5.11d
Coyne Crack 5.11d
Puma 5.11d
Scarface 5.11a
Sicilian 5.11c
Super Crack 5.10b
Incredible hand crack 5.10c

 

 

 

 

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