Nachtrag: Teneriffa, Chulilla

Posted on 04.04.13


Im Februar ging es für zehn Tage nach Teneriffa.

Die Vielfältigkeit dieser Insel ist sehr beeindruckend. Von wüstenartigem Gebiet, bis zum Regenwald und Vulkangelände ist alles zu finden. Fährt man vier Stunden, dann kommt man einmal komplett um die Insel. Inklusive Zwischenstopp beim höchsten Berg Spaniens dem Teide (3718).

Unter anderem findet man in Teneriffa auch richtig coole Felsen zum klettern und bouldern, der eigentliche Grund warum Emanuel und ich uns für Teneriffa entschieden. Unsere Motivation galt eher dem Seilklettern, darum waren wir auch in den verschiedenen Klettergärten unterwegs. Zum Bouldern schafften wir es trotz großem Angebot an guten Bouldern nur einen Tag.

El Rio, Arico und Gallaria gehören zu den bekanntesten und auch besten Gebieten. Von der Kletterei her ist es sehr boulderlastig, also richtige Ausdauerpumper findet man nur vereinzelt. Dennoch bietet Das Vulkangestein eine gute Auswahl an Griffen und dadurch eine abwechslungsreiche und interessante Kletterei. Wir hatten auf jeden Fall unseren Spass. Unser Tagesablauf war fast immer der Gleiche, großes Frühstück, den ganzen Tag klettern, kochen, essen und schlafen. Und nicht zu vergessen, einmal schafften wir es auch ans Meer. 🙂

Das Klettercamp von Walter Goller, direkt neben den Hauptgebieten war ein super Ausganspunkt und Unterschlupf. Also es war auf jeden Fall eine empfehlenswerte Reise.

Zuhause lies es sich danach nicht lange aushalten, deswegen entschieden wir uns (eine auserlesene Truppe von acht Kletterfanaten) nach Spanien zu fliegen, genauer Valencia in ein Klettergebiet namens Chulilla. Chulilla steht den „Catalunischen Klettergebieten“ um nichts nach. Man klettert in Canyons und ist von 100m hohen Wänden umgeben, soweit das Auge reicht. Es ähnelt ein wenig den Gebieten in Siurana.

Für mich war dieser Ausflug eher eine „Recovery-Tour“ von meiner Ischiasentzündung, die ich mittlerweile schon vier Wochen mit mir herumziehe. Das ist auch der Grund warum ich meine geplante Marokkoreise Anfang April absagen musste. Es wäre geplant gewesen eine neue Mehrseillängenroute in der Taghiaschlucht zu eröffnen.  Leider hat man Glück und Pech selten selber in der Hand. Somit ist mir ein großes Abenteuer durch die Lappen gegangen.  (Bin schon gespannt was Patrik Auf den Platten, Ines Papert und Lisi Steurer von Marokko berichten werden). Nun muss ich mich konzentrieren wieder fit zu werden.

Damit, es nicht ganz so schwer fällt, geht es am Dienstag nochmals nach Chulilla.

pics Chulilla: c Klaus Dell’Orto

Share This